Zentrale Arbeiten in der Grundschule
ILeA
Damit alle Kinder gut gefördert werden können, gibt es an den Grundschulen in Brandenburg die individuellen Lernstandsanalysen (ILeA). Sie finden in der Regel in den ersten sechs Wochen des Schuljahres statt. Durchgeführt werden sie in den Klassen 1, 3 und 5.
Die Lehrkraft möchte dabei herausfinden:
- Was kann das Kind schon?
- Was hat das Kind bereits gelernt?
- Welche Kenntnisse und Fähigkeiten bringt das Kind mit?
Die Ergebnisse helfen der Lehrkraft, besser zu verstehen, was jedes Kind schon kann und was es noch lernen muss. So kann die Lehrkraft passende Lernpläne und Förderangebote für die Kinder erstellen und diese mit den Eltern besprechen. Die ILeA wird nicht für Noten verwendet. Auch werden Kinder damit nicht in verschiedene Leistungsgruppen eingeteilt. Die Lernstandsanalysen helfen der Lehrkraft vor allem dabei, den Unterricht und die Förderung besser zu planen.
VERA 3
VERA 3 sind Tests, die in den Grundschulen in ganz Brandenburg durchgeführt werden. Die Tests finden in den Fächern Deutsch und Mathematik statt. Sie zeigen, was die Kinder am Ende der 3. Klasse schon können und was sie gelernt haben. Die Aufgaben orientieren sich an den Bildungsstandards, die in ganz Deutschland gelten.
Die Schule bekommt nach den Tests eine Rückmeldung zu den Ergebnissen. Dabei kann die Lehrkraft sehen:
- Was können die Kinder der Klasse schon gut?
- Was müssen sie noch lernen?
- Wie schneidet die Klasse im Vergleich zu anderen Klassen der Schule ab?
- Wie sind die Ergebnisse im Vergleich zu anderen Schulen in Brandenburg?
Ein Vergleich zwischen verschiedenen Bundesländern findet nicht statt. Die Ergebnisse gibt es für einzelne Kinder, für die Klasse und für die ganze Schule. Die Ergebnisse helfen den Lehrkräften dabei, die Lernstände der Kinder besser einzuschätzen und den Unterricht gezielt zu planen und zu verbessern.
Wichtig: VERA 3 ist keine Klassenarbeit und keine Prüfung. Die Ergebnisse werden nicht für Noten verwendet.
Orientierungsarbeiten
Am Ende des Schuljahres schreiben die Kinder in der 2. und 4. Klasse eine Orientierungsarbeit im Fach Deutsch. In der 4. Klasse gibt es zusätzlich eine Orientierungsarbeit im Fach Mathematik. Die Arbeiten zeigen, was die Kinder gelernt haben und was sie schon können. Die Ergebnisse helfen den Lehrkräften dabei, den Unterricht für die nächsten Klassen besser zu planen. Die Aufgaben richten sich nach den Lehrplänen für Brandenburg und werden für alle Schulen einheitlich vom Landesinstitut Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung (LIBRA) erstellt.
Die Orientierungsarbeit ersetzt eine normale schriftliche Arbeit in der jeweiligen Klassenstufe.
Die Schule informiert die Eltern rechtzeitig über den Termin der Orientierungsarbeit.
